Weltcup in Rio als vorolympischen Gradmesser

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Beim Weltcup in Rio, dem vorolympischem Testwettkampf, waren mehr als 600 Athleten aus total 88 Ländern am Start. Die Wettkämpfe wurden nach demselben Zeitplan abgewickelt, wie er auch an den Olympischen Spielen durchgeführt wird. So war bereits ein wenig «Olympia-Feeling» spürbar.

Mit meinen Leistungen bin ich nicht ganz zufrieden. Die Trainings im Vorfeld, aber auch vor Ort, verliefen hervorragend. Leider konnte ich die Trainingsleistungen im Wettkampf nicht ganz umsetzen. Ich erzielte im Luftgewehr-Wettkampf 412.0 Punkte. Dies ergab Rang 47 unter 75 Teilnehmerinnen. Im Kleinkalibergewehr-Dreistellungswettkampf startete ich ausser Konkurrenz (MQS) und erkämpfte dabei gute 576 Punkte. Die Temperaturunterschiede vom Vorbereitungscamp in Schwadernau/BE zu Rio waren enorm. In der Schweiz trainierten wir noch mit Handschuhen, Mützen und Wärmestrahlern. In Rio zeigte das Thermometer über 35 Grad an. Mit der grossen Hitze hatten aber alle Athletinnen zu kämpfen. So erlitt die erfahrene 34-jährige Chinesin DU  Li (mehrfache Olympia- und Weltcupsiegerin) sogar einen Kreislaufkollaps und musste den Wettkampf nach 20 Schüssen aufgeben. 

Sightseeing durfte natürlich auch nicht fehlen. An meinem einzigen freien Tag besichtigte ich mit Mannschaftskolleginnen den Zuckerhut, die Christusstatue und machten eine Bustour durch Rio. Ich reise mit positiven Eindrücken und wichtigen Erkenntnissen  nach Hause. Meine Homebase verlasse ich aber bereits anfangs Mai wieder, um in Tschechien am Grand Prix of Pilsen teilzunehmen.

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